Veröffentlicht am 30.08.2022 von Stephan

Internetportale: Websites mit Mitgliederbereich

Was sind Internetportale und welche Vorteile haben sie? Wir präsentieren Best-Practices und zeigen, wie Sie Websites mit Mitgliederbereichen erstellen.

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Internetportale: Websites mit Mitgliederbereich

Definition: Was sind Internetportale?

Internetportale sind Anwendungen, die eine personalisierte Bereitstellung von Informationen zulassen – mit dem Ziel einen höheren Nutzen für den oder die einzelne/n Benutzer:in zu schaffen. Diese Websites oder Apps verfügen über einen Login-Bereich, über den sich die Benutzer:innen online Zugang zu ihren individuellen Daten, Prozessen und Informationen verschaffen können. Anhand der Nutzer:innen können z. B. folgende Kategorien unterschieden werden:

  • Kundenportal (B2C-Portale)
  • Mitarbeiterportal (Intranet)
  • Lieferantenportal (B2B-Portale)
  • Händlerportal (B2B-Portale, E-Procurement)
  • Portale für spezialisierte Zielgruppen (z. B. Gründerportale, Buchungsportale)

Erfolgreichen Webportalen liegt oft ein hoher Automatisierungsgrad zugrunde. Nur selten sind die Portale in sich geschlossen. Um die individuellen Informationen bedarfsgerecht zu präsentieren, müssen die Online-Portale über gut funktionierende Schnittstellen (APIs) zu Drittsystemen verfügen. Die Datenquellen oder -empfänger können u. a. Customer Relationship Managament Systeme (CRM), ERP-Systeme, Warenwirtschaftssysteme und Zahlungssysteme sein. Umso besser die Systeme miteinander verknüpft sind desto weniger nehmen Nutzer:innen den Übergang zwischen den unterschiedlichen Kontaktpunkten wahr.

Abgrenzung: Portal vs. Plattform

Eine klare Abgrenzung von Portalen und Plattformen fällt bei der heutigen Vielfalt an Webanwendungen nicht ganz leicht. Die folgenden Kriterien helfen bei der Einordnung:

  1. Die Anwendung bietet eine Login-Möglichkeit: Um personalisierte und damit sensible Daten erfassen und auswerten zu können, benötigen diese Systeme einen individuellen Mitgliederbereich, der über die Angabe von Benutzerkennung und Passwort erreichbar ist.
  2. Informationen und Dienste werden gebündelt: Portale stellen Inhalte, Prozesse und Dienste strukturiert in einer Anwendung zur Verfügung, sodass Nutzer:innen nicht mehrere Tools nutzen müssen.
  3. Informationen und Dienste sind personalisiert: Nutzer:innen werden personalisierte Inhalte angezeigt. Diese beziehen sich auf individuelle Vorgänge im Rahmen des angebotenen Dienstes oder Prozesses.

Unser Fazit: Portale sind immer auch Plattformen, Plattformen aber nicht gezwungenermaßen Portale.

Best-Practice-Beispiele für Internetportale

Post & DHL App: Die App bündelt diverse Dienste rund um den Erhalt oder Versand von Briefen und Paketen. Dazu gehören Informationen über Standorte, Öffnungszeiten und die Auslastung von Packstationen sowie Paketshops. Nutzer:innen können außerdem Preise von Versandmarken in Erfahrung bringen und diese direkt in der App kaufen. Die Sendungsverfolgung eintreffender und versendeter Pakete wird auch in der App angezeigt. Über die individuelle Postnummer und den entsprechenden Barcode können Pakete an Packstationen abgegeben oder empfangen werden.

Indeed: Das Webportal bringt Jobsuchende und Arbeitgeber zusammen. Jobsuchende können ihren individuellen Lebenslauf hochladen und Unternehmen aus dem System heraus kontaktieren sowie Unternehmensbewertungen und Gehaltstests durchführen und abrufen.
Arbeitgeber können ihr gesamtes Recruiting über das Webportal abwickeln. Neben der Veröffentlichung von Stellenanzeigen, bietet das Portal die Möglichkeit, Assessments abzufragen, Bewerber:innen zu kontaktieren und Vorstellungsgespräche zu planen und durchzuführen.

Google: Google ist auch ohne vorheriges Login nutzbar, bietet seinen Besucher:innen jedoch den größten Nutzen und Möglichkeiten für Interaktionen, wenn diese über ein eigenes Google Konto verfügen. Mit der Anmeldung wird ein Mail-Konto zugeordnet, Google-Bewertungen können veröffentlicht und kommentiert und Orte in Google Maps gespeichert werden.

Meine TK: Die Techniker Krankenkasse bietet den Versicherten die Möglichkeit, Krankmeldungen und Bescheinigungen einzureichen. Außerdem wird die Historie rezeptpflichtiger Medikamente angezeigt. Über ein Bonusprogramm können sich Mitglieder mit gesundheitsfördernde Maßnahmen Geldprämien und weitere Benefits sichern. Die Kommunikation mit Mitarbeitern der Versicherung ist ebenfalls über das Portal möglich.

Xeem: Das Challenge-Portal bringt Unternehmen und junge Talente mittels konkreten Fragestellungen der Unternehmen zusammen. Die potentiellen Nachwuchskräfte können hier nach ihrer Anmeldung alleine oder im Team an den Challenges arbeiten und sich Arbeitsplätze sowie Prämien sichern. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Projektbeitrag zur Xeem GmbH.

Vorteile von Webportalen

Der größte Vorteil von Webportalen entsteht durch den Login-Bereich. Alle persönlichen Daten, die im Rahmen der Leistungserbringung von Bedeutung sind, können Unternehmen hier abfragen. Mit der Anmeldung der Nutzer:innen können Daten damit besser zugeordnet und in der Folge detailliert analysiert werden.

Im B2C ergeben sich durch die Zielgruppenanalyse Möglichkeiten für das Remarketing und After Sales. Nutzer:innen profitieren ebenfalls davon, weil ihnen passgenaue Angebote zugespielt werden können.

Durch die hohe Nutzenorientierung der Portale entsteht eine konsistente Customer Experience. Alle Informationen sind an einem zentralen Ort für Kund:innen abrufbar.

Risiken von Webportalen

Das einzige Risiko von Webportalen liegt in der Menge an Daten, die Nutzer:innen durch die Registrierung und die Interaktion im passwortgeschützten Bereich der Website preisgeben. Betreiber:innen solcher Websites müssen den Sicherheitsaspekt in den Vordergrund stellen und dafür sorgen, dass die Daten und Passwörter nach DSGVO geschützt sind und nicht in falsche Hände geraten.

Websites mit Login-Möglichkeit erstellen

Für die Erstellung von Mitgliederbereichen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Auswahl ist vor allem davon abhängig, welches CMS System genutzt wird:

Content Management Systeme mit Login-Funktion

Einige Content Management Systeme (CMS) wie Wix, Squarespace und Jimdo bieten innerhalb ihres Baukastens aus unterschiedlichen Inhaltselementen und Funktionen die Erstellung von passwortgeschützten Mitgliederbereichen an:

  1. Anleitung für die Erstellung von Mitgliederbereichen mit Wix
  2. Anleitung für die Erstellung von Mitglieder-Websites mit Squarespace
  3. Anleitung für die Erstellung von passwortgeschützten Bereichen mit Jimdo

Shopify Shops und Login-Apps

Über die Erweiterungen im Shopify App Store kann das Shopsystem, um die gewünschten Funktionen erweitert werden. Mit Locksmith lassen sich z. B. einzelne Seitenbereiche für ausgewählte Nutzer:innen anzeigen oder verstecken. Shopify-Apps wie Oxi Social Login lassen die Anmeldung über die sozialen Netzwerke zu, mit Growave können Sie Treueprogramme implementieren.

WordPress Membership-Plugins

WordPress arbeitet mit (Membership-) Plugins zur Erstellung von Mitgliederbereichen. Dazu gehören:

  1. Ultimate Membership Pro
  2. MemberPress
  3. Memberspot
  4. ARMember

Außerdem gibt es Anbieter, die sich nicht auf ein bestimmtes CMS fokussiert haben und Lösungen für diverse Systeme anbieten.

Unsere Empfehlung: Checken Sie Anbindungsmöglichkeiten und gleichen Sie Ihre Anforderungen mit den Funktionen des Systems ab.

Ihre Geschäftsidee beinhaltet ein Internetportal mit Login-Bereich? Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung. Kontaktieren Sie uns einfach.

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